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12 May

Wer dagegen Lehrer an den weniger imageträchtigen Haupt-, Real- oder Berufsschulen werden will, hat in fast allen Feldern gute Aussichten, besonders chancenreich sind Mathematik, Englisch, Physik, Informatik und technische Fächer.

»Die Abiturienten hören, es werden Lehrer gesucht, und schwups studieren sie Germanistik fürs Gymnasium«, sagt Klemm.

»Das ist der Fehler.« Denn auch in zehn Jahren werden je nach Fach und Bundesland teilweise nur ein Drittel der künftigen Gymnasiallehrer zum Zug kommen, besonders eng ist es unter anderem in Deutsch, Geschichte, Biologie und in allen modernen Fremdsprachen außer Englisch.

Auf dem Papier könnte also bis 2015 tatsächlich ein kurioser Gleichstand von offenen Stellen und Bewerbern entstehen, der in der Realität jedoch einer noch tieferen Spaltung auf dem Lehrerarbeitsmarkt gleichkäme: Die Länder würden mit Prämien und Fortbildungsprogrammen um die raren Fachkräfte buhlen, während gleichzeitig Zehntausende arbeitslose Nachwuchslehrer ihre Hoffnung auf einen Arbeitsplatz längst begraben hätten.

Lehrermangel bei gleichzeitiger Lehrerarbeitslosigkeit, das ist der Unterschied zum Einstellungsboom der siebziger Jahre.

« Darum hat Meidinger, der im vergangenen November als Vorsitzender des Philologenverbandes wiedergewählt worden ist, den Kampf gegen den Lehrermangel zu einer der zentralen Aufgaben seiner neuen Amtszeit erklärt: »Die Situation ist dramatisch.

In einzelnen Fächern ist der Arbeitsmarkt komplett leer gefegt!

Diese Generation geht jetzt in Rente und ermöglicht die überfällige Verjüngung der Kollegien, die zuletzt die OECD in ihrer Lehrerstudie angemahnt hatte – wenn die Schulen denn geeignetes Personal unter den zu Geisteswissenschaften neigenden Lehrämtlern finden.

Hier wiederholt sich bei aller Unterschiedlichkeit der Szenarien ein Kardinalfehler der Siebziger.